Ursprünglich gab es in der Umgebung von Neustift lediglich 3 Höfe, unter anderem den Pacherhof. Dieser wurde bereits lange bevor Bischof Hartmann 1142 das Kloster Neustift gründete, urkundlich erwähnt. Vielleicht haben dem Bischof damals ja schon die Marende (Jause) und der Weißwein beim Pacherhof so gut geschmeckt, dass er das Kloster gründete?!
Was wäre aber der Pacher-Hof ohne die berühmten Gotikmaler Michael und Friedrich Pacher. Friedrich Pacher, ein Mitarbeiter Michael Pacher (sicher mit diesem verwandt, wenn nicht sein jüngerer Bruder), wurde 1440 hier am Pacherhof geboren. Von ihm stammen auch der Katharinen- und Barbara-Altar in der Stiftskirche in Neustift.
Der Pacherhof ist zudem seit 1986 mit amtlichem Erlass zum Erbhof erklärt worden. Dafür muss der Hof nachweislich seit mindestens 200 Jahren von derselben Familie bewohnt und bewirtschaftet werden. Bis 1849 war der Familienname am Hof auch Pacher.
Andreas Pacher hatte allerdings 4 Töchter und eine davon, Maria heiratete den bekannten Winzer Huber aus Elvas. Damit zog ein neuer Familiennamen auf den Pacherhof. Bekannt war Josef Huber zusammen mit dem Völklbauer Johann Huber aus Elvas vor allem als Eisacktaler Weinpioniere. Nach vielen Erkundungsfahrten bis in die Niederlande, kamen sie zur Erkenntnis, dass für diese Böden und teils steilen Hänge der Sylvaner, der Ruländer und der Gewürztraminer am besten geeignet sind. Zuerst kaum beachtet, doch später von vielen nachgeahmt, sind bis heute diese Weinsorten das Aushängeschild des Eisacktaler Weinbaus.
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Da der Name Josef Huber solche Erfolge brachte, entschied man sich, diese Namenstradition bis heute aufrecht zu erhalten. Josef Huber, Enkel des legendären Weinpioniers, übernahm 1970 den Hof und führt ihn zusammen mit seiner Frau Maria und den Kindern mit Geschick und dem richtigen Wertebewusstsein einer Südtiroler Bauernfamilie bis zum heutigen Tag.
Heute ist der Pacherhof zum einen Hotel, zum anderen
Restaurant und
Weingut.